Purna bedeutet "Fülle verwirklichen"

Dieses Bild zeigt 108 Tugenden, die für die Verwirklichung der Fülle stehen - in deutscher, englischer und tamilischer Sprache. Es hängt im Purna Ashram im Purna Haus in Burgdorf (Schweiz), der von Purna Swami geleitet wird.

Fülle verwirklichen

Purna ist Sanskrit und bedeutet Fülle. Die folgenden 108 – in asiatischen Religionen eine heilige Zahl – Begriffe verdeutlichen verschiedene Aspekte von Fülle, wobei sie um die fünf Haupttugenden kreisen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit.

Die in nicht fetter Schrift auf den jeweiligen Begriff folgenden Überlegungen verstehen sich als Anregung von Schülerinnen und Schülern von Purna Swami:
1. Liebe ist eine tiefe und bedingungslose Zuneigung allen gegenüber.
2. Glückseligkeit ist ein Bewusstseinszustand jenseits der Dualität.
3. Fürsorglichkeit bedeutet, sich für das allgemeine Wohlergehen einzusetzen.
4. Mitgefühl entsteht aus Liebe.
5. Widmung heisst hingebungsvolle Zuwendung.
6. Zuwendung besteht aus Interesse, Offenheit und Akzeptanz.
7. Einfühlungsvermögen bedeutet mitzufühlen ohne mitzuleiden.
8. Freundschaft ist eine gleichwertige Beziehung.
9. Vergebung bedeutet sich und andere von Schuldzuweisung zu befreien.
10. Grosszügigkeit sieht über Unwichtiges und Fehler hinweg.
11. Hilfsbereitschaft bedeutet anderen uneigennützig zu dienen.
12. Menschenwürde drückt sich in (Selbst-) Achtung aus.
13. Inneres Glück ist unabhängig von äusseren Umständen.
14. Frieden bedeutet in Einklang mit sich selbst und anderen zu sein.
15. Freude zeigt sich durch positive Empfindung.
16. Geduld ist Hingabe an die Zeit.
17. Reinheit bedeutet Natürlichkeit und Offenheit.
18. Teilhabe heisst Anteil nehmen lassen.
19. Motivation ist die Kraft des Beweggrundes.
20. Sympathie drückt sich in Wohlwollen und Zuneigung aus.
21. Toleranz ist vorurteilslose Offenheit.
22. Weisheit zeigt sich in Weitblick und Erfahrung.
23. Bewusstheit ist Selbst-Gewahrsein.
24. Kreativität schöpft aus der Vielfalt der göttlichen Quelle.
25. Neugier treibt an, starke Wünsche zu erfüllen.
26. Unterscheidungsvermögen ist die Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen.
27. Gleichwertigkeit bedeutet Ebenbürtigkeit.
28. Aufrichtigkeit heisst Ehrlichkeit sich und anderen gegenüber
29. Gewaltlosigkeit bedeutet niemandem absichtlich zu schaden.
30. Intuition ist unmittelbares Erkennen.
31. Natürlichkeit unterliegt keinem Zwang.
32. Optimismus zeigt sich im Glauben an das Gute.
33. Streben nach Wissen ist das Trachten nach Bewusstsein.
34. Vernunft entspricht dem Denk- und Erkenntnisvermögen.
35. Selbstreflexion ist das Nachdenken über das eigene Sein und Handeln.
36. Selbsterkenntnis ist die Einsicht in sich selbst.
37. Selbstwert bildet sich durch Erfahrung und Erkenntnis.
38. Selbstwahrnehmung ist achtsames Beobachten und Erkennen.
39. Forschergeist ist der Drang nach Wissen.
40. Synthese vereinigt Gegensätzliches.
41. Wahrhaftigkeit zeigt sich in Offenheit und Aufrichtigkeit.
42. Einheit in Sprechen, Reden und Handeln ist Echtheit.
43. Einheit in der Vielfalt zu sehen ist die Sicht des Weisen.
44. Reinlichkeit bildet sich durch Sorgfalt und Sauberkeit.
45. Wohlbehagen ist ein Gefühl der Zufriedenheit.
46. Mut ist die Bereitschaft, sich schwierigen Situationen zu stellen.
47. Abhängigkeit bezeichnet unfreiwillige Gebundenheit.
48. Pflicht ist eine zu erfüllende Aufgabe.
49. Ethik bildet die Grundlage für menschliches Handeln.
50. Dankbarkeit ist eine Form der Anerkennung.
51. Zielstrebigkeit bedingt Unerschütterlichkeit und Geradlinigkeit.
52. Gutes Benehmen ist eine Form von Respekt anderen gegenüber.
53. Ein gesunder Lebensstil ergibt sich aus (Selbst)-Fürsorglichkeit.
54. Zuvorkommenheit drückt sich in Grosszügigkeit und Verbindlichkeit aus.
55. Entschlusskraft bedingt Geistesgegenwart.
56. Führungsverhalten zeigt sich im Übernehmen von Verantwortung.
57. Beharrlichkeit ist Standhaftigkeit.
58. Zeithaushalt ist bewusster Umgang mit der Zeit.
59. Einfallsreichtum ist Kreativität.
60. Respekt beruht auf Achtung.
61. Verfügbarkeit beruht auf Bereitschaft.
62. Opferbereitschaft resultiert aus Bescheidenheit und Ergebenheit.
63. Selbstgenügsamkeit bedeutet mit dem zufrieden zu sein, was man ist und hat.
64. Selbstvertrauen ist der Glaube an die innere Kraft.
65. Einfachheit bedeutet ein von Bescheidenheit geprägtes Leben.
66. Aufmerksamkeit ist Wachsamkeit.
67. Ruhe ist ein Zustand erholsamer, beschaulicher Untätigkeit.
68. Konzentration ist fokussierte Aufmerksamkeit.
69. Zufriedenheit bedeutet einverstanden sein mit allem, was ist.
70. Würde bedeutet, sich des eigenen Wertes und desjenigen anderer bewusst zu sein.
71. Disziplin bedeutet, bestimmte Regeln und Verhaltensvorgaben zu beachten.
72. Beständigkeit ist ein Zeichen von unerschütterlichem Gleichmut.
73. Fokus ist der Brennpunkt des Interesses.
74. Glück ist eine angenehme, freudige Gemütsverfassung.
75. Ehrlichkeit ist eine Form von Echtheit im Sein und Handeln.
76. Bescheidenheit bedeutet Schlichtheit und Genügsamkeit.
77. Innere Ruhe ist ein Zustand von Gelassenheit und Ausgeglichenheit.
78. Besinnung ist eine Form der beschaulichen Wahrnehmung.
79. Zufriedenstellung ergibt sich durch gedeckte Bedürfnisse.
80. Selbstakzeptanz bedeutet, sich so anzunehmen wie man ist.
81. Selbstlosigkeit gibt, ohne etwas dafür zu verlangen.
82. Selbstkontrolle bedeutet die bewusste Steuerung eigener Reaktionen und Handlungen.
83. Selbstdisziplin bedeutet Ausdauer, Beharrlichkeit und Regelmässigkeit.
84. Selbstrespekt heisst sich selber zu achten und wertzuschätzen.
85. Verständnis entwickelt sich durch Wissen und Einfühlungsvermögen.
86. Umweltbewusstsein bedeutet die Lebensräume zu schonen.
87. Soziale Verantwortung entsteht aus Mitgefühl.
88. Akzeptanz aller Kulturen und Religionen
89. Geschwisterlichkeit beruht auf gleichwertiger Gegenseitigkeit.
90. Begrenzen der Begierden bedeutet bewusster Umgang mit persönlichen Wünschen.
91. Bürgerschaft Gottes ist die Menschheit.
92. Mitgefühl öffnet das Herz für Leidende.
93. Respektieren aller Lebewesen, unabhängig von deren Eigenschaften und Verhalten.
94. Rücksicht ist eine Form von Achtung anderer.
95. Kooperation heisst Zusammenarbeit zum Wohle aller Betroffenen.
96. Verzeihung ist die Fähigkeit Reue zu bekunden.
97. Globales Bewusstsein integriert die Erfahrungen aller Lebewesen.
98. Gute Umgangsformen zeigen sich in Freundlichkeit und Respekt.
99. Aufgeschlossenheit bedeutet offen und interessiert zu sein.
100. Treue basiert auf Vertrauen.
101. Nationales Bewusstsein ist Solidarität in der Zusammengehörigkeit.
102. Rückgewinnung ist eine Form von Wertschätzung der Natur gegenüber.
103. Respektieren des Eigentums ist eine Form der Achtung anderer.
104. Dienst an anderen ist Ausdruck von Mitmenschlichkeit.
105. Soziale Gerechtigkeit ist eine Form des Ausgleichs.
106. Tragfähiges Wachstum nimmt Rücksicht auf Menschen und Natur.
107. Universale Liebe ist eine Manifestation des Göttlichen.
108. Unfähigkeit zu verletzen ist Ausdruck bedingungsloser Liebe.